Siegel
Lügenfernsehen: Wie viel Wahrheit steckt im Nachmittagsprogramm?

Liebe, Tränen, Streit und ganz viel Emotionen – Themen, die seit 2009 im deutschen Fernsehen regelmäßig im Nachmittagsprogramm dokumentiert werden. Ob "Mitten im Leben", "X-Diarys" oder "Berlin – Tag & Nacht", ein Viertel der Sechs-bis Zwölfjährigen kennen und sehen diese so genannten Doku-Soaps. Ob die Inszenierung dabei erkennbar ist oder nicht, scheint für die Produzenten Nebensache zu sein. Authentische Schauspieler, authentische Umgebung – unter Verwendung sämtlicher stilistischer und dramaturgischer Elemente einer Dokumentation vermittelt das neue Fernsehgenre dem Zuschauer, dass es sich um etwas Wahrhaftiges handelt. Und das mit Erfolg: Wie eine Studie der Gesellschaft zur Förderung des internationalen Jugend- und Bildungsfernsehens 2011 ergab, glauben 30 Prozent der Befragten, dass das Geschehen im Fernsehen real ist. Nicht einmal ein Viertel der Zuschauer erkennen die Fiktion hinter diesen Sendungen.  
Ziel des Projektes ist es daher, mit den Teilnehmern verschiedene Doku-Soaps zu analysieren und deren Fiktionalität offen zu legen. Dabei wird auch die Problematik thematisiert, die mit einer Teilnahme an derartigen Sendungen entstehen kann. Im Ergebnis des Projektes entsteht eine eigens produzierte Gerichtshow, in der sich die Teilnehmer mit den rechtlichen Fragen und Kritiken von Doku-Soaps auseinandersetzen.  

Zielstellungen
Inhaltlich:  Struktur und Aufbau von Doku-Soaps verstehen; Auseinandersetzung mit journalistischen Darstellungsformen und Fiktion im deutschen Fernsehen; Informationen recherchieren, selektieren, dokumentieren und strukturieren

Medienpädagogische Ziele:  Die Teilnehmer erlernen die kritische Reflexion von technischen ebenso wie von inhaltlichen Medienangeboten, um aus der Rolle des Konsumenten (Objekts) in die des Produzenten (gestaltendes Subjekt) zu wechseln. Auch das Bewusstwerden von medienpädagogischer und ethischer Verantwortung gehört zu der Zielstellung des Projekts. 

Rahmenbedingungen:
Schulische Projekte sind in der Regel kostenfrei, außerschulische Projekte sowie die Teilnahme an Fortbildungen kosten pro Person 7,50€.

Empfehlung:
Dieses Angebot könnte ergänzend zum Teilabschnitt: "Chancen und Gefahren der Medienvielfalt, Medienkonsum und Reflexion, Manipulation durch Medien" im Lernbereich 3: "Politische Meinungsbildung und politische Beteiligung junger Erwachsener" für die Klassenstufen 1-3 in einer Berufsfachschule im Fach Gemeinschaftskunde sowie zum Teilabschnitt: "Manipulationsstrategien in Medien" im Lernbereich 1: "Medien in Vergangenheit und Gegenwart" für die Klassenstufe 11 und 12 in einer Fachoberschule im Fach Geschichte genutzt werden.

Ziel des Projektes ist es, mit den TeilnehmerInnen verschiedene Doku-Soaps zu analysieren und deren Fiktionalität offen zu legen. Dabei wird auch die Problematik thematisiert, die mit einer Teilnahme an derartigen Sendungen entstehen kann.
Präventionsbereich
  • Neue Medien
Methode
  • Aktions- und Projekttage
  • Gruppen/Teamarbeit
Zielgruppe
  • Klassenstufe 7
  • Klassenstufe 8
  • Klassenstufe 9
  • Klassenstufe 10
  • Klassenstufe 11
  • Klassenstufe 12
  • Berufsbildende Schulen / Auszubildende