Siegel
Projekttag B: Ihr macht den Unterschied! Ein Projekttag zu Diskriminierung, sozialer Benachteiligung und Einflussmöglichkeiten für eine faire Gesellschaft.

Projektinhalt:
Den Bewohnerinnen und Bewohnern von Monolizien geht es gar nicht so schlecht. Aber die Situation ist nicht mehr so rosig, wie noch vor ein paar Jahren. Monoliziens Fortschrittspartei, die mit knapper Mehrheit und in Koalition mit der PSA regiert, bangt um „Wiederwahlchancen“. Da hilft nur noch eins: einer Bevölkerungsgruppe die Schuld an der Situation geben, um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Helfen diese unfairen, diskriminierenden Taktiken und ein hartes Durchgreifen der ausführenden ARO, um die Bevölkerung zu beruhigen und eine Wiederwahl zu garantieren? Oder schaffen verschiedene Soziale Bewegungen, Zeitungen und PSA es, eine tolerantere und „demokratischere“ Gesellschaft aufzubauen? Bei diesem Planspiel ist alles offen, und jede/r Einzelne, jede Idee, jede Möglichkeit zählt.
Nach diesem Besuch in Monolizien schauen wir uns an, ob das alles Spielerei ist, oder wir nicht auch selber in unserem nahem Umfeld, in unserer Schule, unserem Verein oder auf dem Bolzplatz täglich ähnlichen Diskriminierungen gegenüberstehen und ob es nicht auch hier in unseren Händen liegt, etwas zu verändern, einzeln, gemeinsam oder mit Tieren:)
Wir werden uns in diesem Projekttag ebenfalls spielerisch mit verschiedenen Herangehensweisen befassen, wie wir vielen Menschen die Teilhabe an Leben, Spaß, Möglichkeiten bieten können. Und warum das eigentlich noch nicht so ist. Und was ihr konkret hier dafür, demnächst morgen, oder noch direkt nach dem Projekttag tun könnt.

Ziele:
Die Teilnehmenden wissen, wie Diskriminierung aufgrund gesellschaftlicher Bilder funktioniert und wirkt.
Die Teilnehmenden kennen „soziale Herkunft“ als Grund von Diskriminierung.
Die Teilnehmenden wissen, dass „soziale Herkunft“ die gesellschaftliche Teilhabe von betroffenen Menschen erschwert.
Die Teilnehmenden sind sensibilisiert für die Wirkweisen von Zuschreibungen und sozialer Benachteiligung.
Die Teilnehmenden erkennen, dass sie gesellschaftliches Zusammenleben (mit-)gestalten können.
Die Teilnehmenden sind motiviert, sich individuell und miteinander in ihrem sozialen Umfeld für ihre Wünsche und Vorstellungen zu engagieren.

Stundenverlauf:
1. Stunde: Vorhang auf – Einstieg ins Thema mit einem Kennenlernspiel
2. Stunde: Willkommen in Monolizien – ein Planspiel
3. Stunde: Diskriminierung im Planspiel und im Alltag - Kleingruppenarbeit und interaktiver Vortrag
4. Stunde: Voraussetzungen, Möglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe - Bilderassoziation und Zurufabfrage
5. Stunde: Eine faire Gesellschaft braucht persönliches Engagement - Spiel, Gruppenarbeit und interaktiver Vortrag
6. Stunde: Gewusst wie – gemeinsam aktiv werden in einer Kooperationsübung mit Visualisierung

Rahmenbedingungen:
6 Schulstunden Zeit. Durchgängig einen Raum zur Verfügung, in dem die Tische verrückbar sind. Ggf. Tv/DVD-Player oder Beamer/Laptop.

Empfehlung:
Dieses Angebot könnte ergänzend zum Teilabschnitt: "Fremdenfeindlichkeit in Deutschland Diskriminierung von Randgruppen" im Wahlpflichtfach 6: "Aktuell – ethischer Diskurs zum Pluralismus" für die Klassenstufen 1-3 in einer Berufsfachschule im Fach Ethik genutzt werden.

Im Rahmen eines Planspiels werden Diskriminierungen im Alltag deutlich gemacht. Auf spielerische Art wird gezeigt, wie gesellschaftliches Zusammenleben gestaltet werden kann.
Präventionsbereich
  • Partizipation
  • Vorurteile / Diskriminierung
  • Toleranz
Methode
  • Aktions- und Projekttage
  • Rollenspiel/Planspiel
Zielgruppe
  • Klassenstufe 9
  • Klassenstufe 10
  • Klassenstufe 11
  • Klassenstufe 12
  • Berufsbildende Schulen / Auszubildende